Forschungskreis für Heilkunde

Im Sinne einer seelisch-geistigen Erweiterung


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Träger der Veranstaltungen:


„Verein zur Förderung spiritueller

und sozialer Kulturimpulse“,

Lindenstraße  24, CH-8738 Uetliburg

Forschungskreis für Heilkunde

Im Sinne einer seelisch-geistigen Erweiterung

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Das Bild des Menschen



Das Menschenbild gibt Aufschluss darüber, wie der Mensch in seinem Wesen beschaffen und gegliedert ist und welche Stellung er zur Welt und zum Kosmos einnimmt. Es steht somit auch in einem engen Zusammenhang mit dem Welt- und Gottesbild. Damit bildet es nicht nur die Grundlage jeder Religion, Philosophie, Wissenschaft und Gesellschaftsform, sondern umfasst auch das Verständnis, das der einzelne Mensch von sich selbst besitzt. Mehr oder weniger wird das gesamte Denken und Handeln sowohl in moralischer als auch spiritueller Hinsicht sowie die kulturelle Entwicklung von dem jeweils bestehenden Menschen- und Weltbild geprägt.


Was ist es, das den Menschen als Menschen auszeichnet? Ist es die Geburt aus Fleisch und Blut, seine höhere Intelligenz, oder sind es auch noch andere Wesensmerkmale, die den Menschen als solchen kennzeichnen? In der Bibel heißt es beispielsweise, dass der Mensch als Ebenbild Gottes erschaffen wurde und in den Evangelien wird Jesus Christus als der „Menschensohn“ bezeichnet. In der Politik wurde der Begriff der „Menschenrechte“ geprägt, womit dem Menschen scheinbar gewisse Grundrechte zugesprochen werden.


In der indischen Philosophie wird die Bezeichnung purusha, sowohl für Gott oder Geist als auch für Mann und für Mensch gebraucht. Der duale, weibliche Partner von purusha ist prakruthi, die für die Natur und Welt der Erscheinung steht. Prakruthi wiederum ist unterteilt in die drei Seins-Prinzipien oder gunas, in satwa, rajas und thamas. Purusha steht für das männliche und prakruthi für das weibliche Prinzip, welche beide in jedem Menschen, unabhängig vom physischen Geschlecht, angelegt sind. Dieses, auf der Sankhya-Philosophie basierende duale Konzept von purusha und prakruthi, stellt eine philosophische Grundordnung dar, welche die Grundlage für das Verständnis des Zusammenwirkens von Mensch, Welt und Kosmos bildet und auf dem nahezu alle weiteren philosophischen Konzepte in Indien aufbauen.  


Das sogenannte ganzheitliche Menschenbild, wie es der westlichen Terminologie entspricht, basiert auf der Dreigliederung von Körper, Seele und Geist. Ausgehend von dieser Dreigliederung, wäre der Geist als unvergänglicher, schöpferischer Wesenskern des Menschen zu verstehen und gleichzusetzen mit dem Ich des Menschen. Die Seele stellt dabei eine Art aktives Verbindunsglied zwischen dem geistigen und dem körperlichen Dasein des Menschen dar, und beinhaltet das Bewusstseinsleben. Dieses Bewusstseinsleben kann wiederum aufgegliedert werden in die Dreiheit von Denken, Fühlen und Wollen. Das körperliche Dasein schließlich stellt die materielle und sinnlich wahrnehmbare Gestalt des Menschen dar.


Rudolf Steiner hat dieses dreigliedrige Menschenbild weiter differenziert und erweitert um den Ätherleib, den er seinerseits in vier Glieder unterteilte. Somit ergibt sich die folgende Aufteilung:



Viergliedrige Natur des Menschen:


1.  Physischer Leib: Der physische Leib mit seiner Anatomie und Physiologie beschreibt das materielle Glied des Menschen.

2.  Ätherleib (ist ebenfalls in vier Glieder unterteilt)

     -  Lebensäther

     -  Chemischer Äther    

     -  Lichtäther

     -  Wärme- oder Feueräther

3.  Astralleib (ist in die drei Seelenkräfte, Denken, Fühlen und Wollen, aufgeteilt)

4.  Ich (oberste geistige Instanz im Menschen, umfasst die drei Stufen der Geisterkenntnis)


Der Forschungskreis für Heilkunde orientiert sich in seiner Arbeit ebenfalls an diesem anthroposophischen Menschen- und Weltbild von Rudolf Steiner. Auch der Yoga, wie er von Heinz Grill konzipiert wurde, baut auf diesem viergliedrigen Menschenbild von Rudolf Steiner auf. Einige wesentliche Merkmale dieser vier Leiber werden nachfolgend beschrieben:



                                                                                                                                 








Michelangelo - Die Nacht und der Tag; Bild - Qelle: Von Rabe - Wikimedia Commons


(1)  Das Bild des Menschen

(2)  Der physische Leib

(3)  Der Ätherleib

(4)  Der Astralleib

(5)  Das Ich des Menschen

(6)  Das Formschaffen Michelangelos als Beispiel für ein schöpferisch tätiges Ich

(7)  Das Formwirken in der Therapie als Beispiel einer schaffenden Ich-Tätigkeit

Physischer Leib Ätherleib Astralleib Das Ich des Menschen Michelangelo Formwirken und Ich

Kosmos und Mensch, Heinz Grill


Ein Weg der Selbsterkenntnis und Selbstheilung durch das Studium des Neuen Yogawillens und der Anthroposophie, sowie der Anatomie und Physiologie des Körpers


Es ist für unsere heutige Zeit eine selbstverständliche Tatsache, dass wir uns als Teil der irdischen Welt erleben. Inwiefern wir aber auch Teil einer seelisch-geistigen Wirklichkeit sind und uns in die kosmischen Rhythmen eingebunden erleben, bestimmt die Art und Weise unseres Denkens und Handelns. Der Autor, Heinz Grill, fördert mit seinen Beschreibungen die Synthese zwischen den großen Gegensätzen von Geist und Welt und ermöglicht so einen erweiterten Blick auf die menschliche Anatomie. Auf diese Weise entstehen praktische Ansätze zu überraschenden Heilungsmöglichkeiten und einem ästhetischen Bewegungsleben.